Evangelisch-Lutherische

MATTHIAS-CLAUDIUS-KIRCHENGEMEINDE

 

 

Liebe Suchsdorferinnen, liebe Suchsdorfer,

wer die Missstände in dieser Welt genau betrachtet, kann Zweifel daran bekommen, ob das alles noch ein gutes Ende findet. Jede Nachrichtensendung kann zum Albtraum geraten. Immer wieder gibt es Krieg, Katastrophen, Unrecht, Betrug und Ausbeutung der Natur. Es gibt so viele Missstände, dass man sie gar nicht alle aufzählen kann. Das kann Menschen düster und hoffnungslos stimmen. Damit gehen die einzelnen Leute unterschiedlich um: Manche versuchen, sich für das eine oder andere Gute in dieser Welt einzusetzen. Andere geben die Hoffnung auf, und meinen, alles Engagement hätte sowieso keinen Zweck. Das Böse sei immer am stärkeren Hebel. Der christliche Glaube sagt: Gott ist stärker. Und das hat sich auch in der Geschichte immer da besonders gezeigt, wo es wenig Hoffnung gab. Gerade in schweren Zeiten gelang es Christinnen und Christen, an Ihrer Hoffnung festzuhalten und sich nicht entmutigen zu lassen.

Der Monatsspruch für den Mai 2018 lautet: Es ist aber der Glaube eine gewisse Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Hebr. 11,1

Wir kennen ja unsere Zukunft heute noch nicht. Und die Zukunft unserer Kinder und Enkel wissen wir auch nicht. Wir müssen es aushalten, dass wir nicht wissen, wie es in dieser Welt weitergeht. Wir können uns zwar dafür einsetzen, dass diese Welt ein guter Ort des Lebens ist, doch es werden immer auch Dinge passieren, die nicht in unserer Hand stehen. Trotzdem gilt es, zuversichtlich zu sein, mutig zu gestalten und der Hoffnung entgegen zu leben. Im Glauben an Gott vertrauen wir auf seine Liebe und Zuwendung. In allem, was auf dieser Welt geschieht, ist Gott dabei und hat noch Möglichkeiten zu wirken. In dieser Gewissheit hilft der Glaube gegen Hoffnungslosigkeit. Sich auf den Glauben einzulassen ist vielleicht etwas gegen den Zeitgeist. Viele meinen, was sich nicht beweisen lässt, gibt es auch nicht. Doch wer sich auf den Glauben einlässt, bekommt die Kraft, zuversichtlicher, mutiger, geduldiger, und ausdauernder daran zu arbeiten, dass es hier auf der Erde gut wird.

Pastorin Ulrike Brand

 



 

© 2018 Matthias-Claudius-Kirchengemeinde