Evangelisch-Lutherische

MATTHIAS-CLAUDIUS-KIRCHENGEMEINDE

 

 

Liebe Suchsdorferinnen,

Sei ein Faultier!

Kennen Sie diese behäbigen, niedlichen Tiere? So sieht Entschleunigung aus: mit dem Rücken nach unten klettern sie langsam voran und machen dabei immer wieder lange Ruhepausen. Jetzt mit dem Beginn der Sommerferien kommen auch einige von uns in diesen Faultier-Modus, andere sehnen sich danach. Im Urlaub oder unter der heimischen Sonne suchen wir Ruhe und Entspannung und versuchen einfach zu sein. Dieser Faultier-Modus kann auch im Alltag helfen. Wenn es laut und hektisch ist. Wenn Prokrastination ein schlechtes Gewissen macht. Wenn alle gereizt sind. Wenn ich gereizt bin.

Dann sagt der Jakobusbrief: Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn. (Jak 1,19)

Es ist nicht leicht, gut zu zuhören. Und herauszuhören, was ein anderer Mensch uns wirklich sagt. Es ist nicht leicht, sich zurückzunehmen. Es ist nicht leicht, tief durchzuatmen, wenn wir am liebsten sofort mit Worten zurückschlagen würden. Deshalb muss der Jakobusbrief es auch anmerken. Und uns dazu auffordern. Damit das funktioniert, brauchen wir selbst ein bisschen Ruhe, Prokrastination, Abschalten. Dann können wir durchatmen und wirklich zuhören. Wenn uns das gelingt, dann leisten wir nach dem Jakobusbrief einen wahren Gottesdienst. Also nur zu: Sei ein Faultier!

Vikarin Karoline Rahe-Dechant

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