Evangelisch-Lutherische

MATTHIAS-CLAUDIUS-KIRCHENGEMEINDE

 

 

Liebe Suchsdorferinnen, liebe Suchsdorfer,

es gibt immer wieder Anlässe, sich um die Zukunft der Erde zu sorgen. Plastik im Meer, Klimawandel, Feinstaubemissionen, Gist, Radioaktivität und weitere Umweltmissstände lassen uns nicht kalt. Schließlich wollen wir, dass diese Erde auch noch von unseren Kindern und Enkeln bewohnt werden kann. Doch wir wissen nicht, wie lange das noch möglich sein wird.

Mit welcher Strategie nähern Sie sich diesem unangenehmen Thema? Viele mögen es nicht aushalten, dass das ganze Leben hier in Frage steht. Sie denken lieber nicht daran und lenken sich ab. Oder glauben das gar nicht. Sie sagen sich: „Vielleicht wird‘s gar nicht so schlimm...“ Andere reagieren energisch und konsequent: Sie versuchen, ihr Leben so zu leben, dass sie der Schöpfung nichts antun. Das ist aber aufwändig und schwierig. Und es passt nicht in das Lebensgefühl unserer Zeit. Es gibt auch Menschen, die sich richtig dafür einsetzen, dass wir besser bescheid wissen, wie wir der Umwelt schaden oder helfen können. Und wieder andere werden aktiv und kämpferisch.

Ich selbst bin mit meinem Lebenswandel irgendwo dazwischen, weiß aber auch keinen guten Rat. Das Thema „Bewahrung der Schöpfung“ ist ein altes Thema. Schon in der Bibel steht die Geschichte von der Sintflut, die einmal die Erde bedrohte. Noah, seine Familie und von jedem Tier ein Paar entkamen der Katastrophe. Gott verspricht ihnen, dass er die Erde erhalten will: Die Monatslosung für Januar lautet:

Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde. (1. Mose 9,13)

Wie wir die Erde schützen und erhalten können, ist keine einfache Frage. Die Monatslosung ermutigt uns aber, diese Frage im Vertrauen auf Gott weiter zu bedenken. Vertrauen auf Gott heißt hier nicht: „Ich muss nichts tun, Gott wird es schon richten.“ Vertrauen auf Gott heißt: „Ich weiß, das Gott diese Erde erhalten will und uns in unseren Bemühungen zur Seite stehen wird. Darum werden unsere Bemühungen um die Erde nicht vergeblich sein.“ Hoffnung auf eine gute Zukunft dieses blauen Planeten kann uns dann ermutigen, fantasievoll und kreativ unseren eigenen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Pastorin Ulrike Brand
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