Evangelisch-Lutherische

MATTHIAS-CLAUDIUS-KIRCHENGEMEINDE

 

 

Liebe Suchsdorferinnen, liebe Suchsdorfer,

Der Monatsspruch für Juli heißt:

Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maß der Liebe! Pflüget ein Neues, solange es Zeit ist, den Herrn zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit über euch regnen lässt! Hos. 10,12

Der Prophet Hosea mahnt sein Volk zur Umkehr. Er kritisierte damals die Ungerechtigkeit, und falsche kultische und politische Entscheidungen. Doch in seiner Kritik ließ er immer auch durchblicken, dass es eine Perspektive gibt: Gott wird Gerechtigkeit regnen lassen. Menschen und Gott wirken zusammen daran, dass es auf dieser Erde besser werden soll. Wir Menschen leisten unseren Beitrag und Gott sorgt mit seiner Bewässerung für eine reiche Ernte.

Leider halten wir Menschen die Bemühungen um Gerechtigkeit bis heute nicht konsequent durch. Irgendwann meinen wir, nun sei es genug. Nun haben wir genug an andere gedacht, jetzt sind wir einmal selbst dran! Unsere Wünsche sind groß. Und die Selbstbeherrschung ist oft klein. Wir sehen, was andere sich gönnen, wie sie leben und es sich gut gehen lassen. Warum sollten wir das nicht auch tun?

Gerechtigkeit im Blick zu behalten heißt, sich selbst nicht wichtiger zu nehmen als die anderen. Einen Ausgleich zu suchen, damit alle zu ihrem Recht kommen. Das ist schwierig, denn die Menschen hier und weltweit leben ganz unterschiedlich. Viele meinen, es hätte gar keinen Sinn, sich für Gerechtigkeit einzusetzen. Die Probleme seien zu unüberschaubar.

Doch den Wunsch nach Gerechtigkeit haben viele. Wäre es nicht gut, wenn alle zu essen hätten und niemand hungern muss? Wäre es nicht gut, wenn die Kinder überall eine gute Bildung hätten, wenn Frauen und Männer gleichberechtigt zusammenleben würden? Wäre es nicht gut, wenn der Abstand zwischen Armen und Reichen kleiner wäre und alle Menschen einander mit Respekt begegnen würden?

Hier in Suchsdorf können wir miteinander anfangen, mehr Gerechtigkeit zu leben und einander anzuschauen, jede und jeder an ihrem und seinem Ort. Beflügelt von der Hoffnung, dass Gott unsere Bemühungen wässert und etwas Schönes daraus wächst.

Pastorin Ulrike Brand
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