Evangelisch-Lutherische

MATTHIAS-CLAUDIUS-KIRCHENGEMEINDE

 

 

Liebe Suchsdorferinnen, liebe Suchsdorfer,

eines Nachts entdecken die Sterndeuter aus dem Osten einen neuen Stern. „Da muss irgendwo ein neuer König geboren worden sein“, sagen sie sich. Sie machen sich auf den Weg und folgen dem Stern. So kommen sie zunächst nach Jerusalem. Dort erkundigen sie sich am königlichen Palast und werden weiter nach Bethlehem verwiesen. Den letzten Teil ihrer Reise geht der Stern vor ihnen her und bleibt schließlich über einem Haus stehen. Und da kommt unser Monatsvers für Dezember ins Spiel: Als sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut. (Mt. 2,10)

„Hocherfreut“ sind die Sterndeuter. Sie haben ihr Ziel in Sichtweite: Der Stern hat sie zu dem Haus geführt, das den neuen König beherbergt. Ihre Freude gilt aber nicht nur dem Erreichen ihres Ziels und dem Ende der Reise. „Hocherfreut“ sind sie auch, weil das Kind in der Krippe ihre Hoffnung weckt. Der neugeborene König lässt sie ahnen, dass die Zukunft gut werden kann. Es werden neue, andere Zeiten kommen, Zeiten des Friedens, des Wohlstands, der Gerechtigkeit.

In Zeiten der Hoffnung werden Menschen aktiv und setzten sich ein. Hoffnung setzt Kräfte frei. Die Sterndeuter haben sich auf den Weg gemacht und das Kind in der Krippe gefunden, weil ihre Hoffnung geweckt worden war.

Die Advents- und Weihnachtszeit ist eine Zeit der Hoffnung: Manche hoffen auf ein schönes Fest, auf gute Geschenke und gutes Essen. Es gehört aber auch die weitreichendere Hoffnung auf eine gute Zukunft dazu. Es ist die Hoffnung, dass die Politikerinnen und Politiker der Welt gute Entscheidungen für die Menschen treffen, dass Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung besser realisiert werden können.

Es tut uns gut, wenn wir uns auf diese Hoffnung einlassen. Dann können wir ebenso wie die hocherfreuten Sterndeuter Kraft und Mut beziehen. Es ist unsere eigene tägliche Übung, wem wir in uns mehr Raum geben: den Sorgen und Ängsten, oder der Freude und Hoffnung. Aus Freude und Hoffnung heraus werden wir aktiv, dass wir unsere Beiträge in diese Welt hineingeben können.

Ich wünsche Ihnen eine fröhliche und hoffnungsvolle Weihnachtszeit!

Pastorin Ulrike Brand
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