Evangelisch-Lutherische

MATTHIAS-CLAUDIUS-KIRCHENGEMEINDE

 

 

Herbstandachten kurz & knapp

 

Herbstandacht kurz & knapp zum 31.10.2021

Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft
des Heiligen Geistes sei mit Ihnen! 

Kegnæs Fyr (Foto André Delor, 2021)

Gebet (Teresa von Avila)
Lass nichts dich bedrängen.
Lass nichts dich beängstigen.
Alles verändert sich. Gott allein bleibt.
Geduld erreicht das Ziel.
Dem, der Gott hat, mangelt es an nichts.
Gott allein erfüllt all unsere Bedürfnisse.

Gedanken
Vielleicht kennen Sie das Lied ’Keine Angst‘ von Heinz Rudolf Kunze noch aus den
80er Jahren? Sonst können Sie es zum Beispiel im Internet hören:
https://www.youtube.com/watch?v=mAQnBmPT5Lc
Kunze zählt kleinere und größere Beispiele auf, bei denen er ‚keine Angst‘ hat.
Auch heute können wir wieder Angst haben vor denen, die ‚rote Knöpfe‘ drücken,
und davor, dass Menschen nur noch Dornen im Profit sind. Wir sollten uns auch
bewusst sein, dass da auch Furcht ist, die in vermeintliche Stärke umschlagen kann.
Dennoch bleiben etwa Freunde oder vielleicht Familie, um zu stützen. Sie helfen
auch zuzugeben, dass man Fehler machen darf. Nur wer keine Angst hat, kann
Fehler bewusst riskieren. So kann man sich ausprobieren und diese Möglichkeit zum
Lernen annehmen. Wer träumt, kann Fehler machen; bleibt aber doch Gewinner, da
er nicht in ausgefahrenen Bahnen bleibt. Wer nicht träumt, versucht vielleicht
wirklich, Gott einzubetonieren und festzulegen. Er wird versuchen, in Regeln und
Schemata Berechenbarkeit zu finden.
Das ist auch Grundlage der Reformation. Ohne Angst lang Erprobtes und streng
Festgelegtes verändern. Luther, andere Reformatoren und alle Menschen, die sich
ihnen angeschlossen haben, hatten diesen Mut. Sie sind einen neuen Weg
Kegnæs Fyr (Foto André Delor, 2021)
beschritten. Sie sind Risiken eingegangen und haben dabei auch Fehler gemacht.
Aber sie waren mit ganzem Herzen dabei.
In der Bergpredigt lehrt Jesus, wie im Matthäusevangelium in Kapitel 5 Vers 2 bis 11
zu lesen ist:

Selig sind Menschen in Not. Sie sollen getröstet werden. Selig sind sanftmütige
Menschen. Sie haben einander im Blick. Sie trauen einander etwas zu. Sie werden
für die Erde sorgen. Wenn es soweit ist. Selig sind Menschen mit Sinn für
Gerechtigkeit. Sie sehnen sich nach Gerechtigkeit. Das ist wie Hunger und Durst: Sie
brauchen Gerechtigkeit zum Leben. Sie wollen satt werden. Selig sind barmherzige
Menschen. Sie fühlen mit anderen. Sie bleiben stehen, wenn jemand Not leidet. Sie
helfen, wo sie können. Das alles soll ihnen auch geschehen. Selig sind Menschen,
die sagen, was sie denken. Die ihr Herz öffnen. Man kann hineingucken wie durch
ein Fenster. Sie werden Gott sehen.. Ihm nahe sein. Selig sind Menschen, die den
Frieden wollen. Die friedfertig miteinander umgehen. Sie werden einen besonderen
Namen haben: Gottes Kinder. Selig sind Menschen, die verfolgt werden. Sie werden
bedroht, weil sie sich zu Gott bekennen. Öffentlich. Genau die kommen zu Gott. Zu
ihm in sein ‚Himmelreich‘. Das ist nahe bei ihm. Das ist für immer.

(Anne Gidion in „Leicht gesagt“ – Biblische Lesungen und Gebete in Leichter Sprache, Seite 174)

Diese Versprechen bestätigen. Wir müssen keine Angst haben. Wie auch Kunze
schon singt, Furcht ist natürlich. Aber die Angst ist etwas, das überwunden werden
kann. Das ist das Versprechen Gottes. Aus dieser Gewissheit kann man es angehen,
ändern und verändern zu wollen. Auch, wenn die Aufgabe groß ist und das Ziel weit
entfernt.

Lied (Text: Thomas Laubach, 1989; Musik: Christoph Lehmann, 1989):
1. Wo Menschen sich vergessen, die Wege verlassen. Und neu beginnen, ganz neu.
Da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns, da berühren
sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns.
2. Wo Menschen sich verschenken, die Liebe bedenken. Und neu beginnen, ganz
neu. Da berühren sich Himmel und Erde, …
3. Wo Menschen sich verbünden, den Hass überwinden. Und neu beginne, ganz
neu. Da berühren sich Himmel und Erde, …

Segenswunsch:
Gott, segne uns und behüte uns, sei bei uns an allen Tagen und lass uns an Deiner Seite bleiben.
Amen


André Delor


Sie finden alle früheren Andachten im "Archiv der Andachten" zum Nachlesen!


 

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