Evangelisch-Lutherische

MATTHIAS-CLAUDIUS-KIRCHENGEMEINDE

 

 

Andachten kurz & knapp

 

Andacht kurz & knapp zum 26.12.2021

Jesus Christus sagt: „Ich lebe, und ihr sollt auch leben.“ Weihnachten ist immer!

 

Auch in diesem Jahr war uns zur Weihnachtszeit wieder durch die neue Coronawelle ein wenig mehr Ruhe beschert. Trotzdem konnten viele von uns sich der weihnachtlichen Geschäftigkeit nicht ganz entziehen. Ich denke, wir brauchen das auch, sozusagen aus Gewohnheit und weil die Einsamkeit der Psyche schadet.

Heute, am zweiten Weihnachtstag ist Weihnachten fast wieder vorbei. Wird mehr bleiben, als die zusätzlichen Pfunde, die wir uns möglicherweise angefuttert haben, mehr als Berge von Müll und mehr als Ernüchterung, die einsetzt, wenn der Alltag wieder um sich greift? Wird etwas von Weihnachten über die kalendarische Weihnacht hinausreichen? Die Ernüchterung, die viele in den Tagen nach Weihnachten beschleicht, lässt die Freude der zurückliegenden Festtage vielleicht erst richtig deutlich werden. Erst im Gegensatz spüren wir oft, wie voll das Leben sein kann. Im Kontrast zwischen Weihnachten und Alltag erkennen wir den Reichtum der Botschaft vom Leben.

Vielleicht bricht erst nach Weihnachten die Zeit an, Weihnachten wirklich zu feiern, ja, zu erfahren und zu erleben. Die Geburt ist vorbei, aber die Botschaft klingt nach. Ich habe mich entschieden, den Stern, den ich im Advent ins Fenster gehängt habe, das Jahr über hängen zu lassen. Sein Licht wird mich nun durch alle Tage des Jahres bestrahlen. Und der kleine Engel wird auf meiner Fensterbank stehenbleiben und mich durch seine Zusage IMMER AN DEINER SEITE das ganze Jahr über im Herzen treffen.

DAS ist Weihnachten. Diese Botschaft können wir weitersagen, mit unseren Worten, mit unserem Tun und unserem Leben. Denn Weihnachten will nicht an die wenigen Tage im Dezember gebunden sein. Weihnachten ist ein Prozess, etwas immer Werdendes, etwas immer Reifendes.

„Heute ist euch der Heiland geboren“, heißt es in der Weihnachtsgeschichte. Das „Heute“ dieser Kunde verweist auf die Übertragbarkeit dieser Botschaft in das tägliche Heute unseres Alltags. Das Grau des Alltags, die Mühe, Angst und Not, die ihn oft kennzeichnen, verschweigen auch die weihnachtlichen Texte und Lieder nicht. Das Leiden und Kreuz Christi, das Jesus für uns alle getragen hat, liegen mit dem Kind bereits in der Krippe. Damit ist das Fest in unsere alltägliche Wirklichkeit eingebunden; denn: Er lebt und mit ihm leben auch wir. Wir brauchen das Leben nicht erst zu suchen, denn es ist bereits da; wir brauchen nicht erst das Licht anzuzünden, es leuchtet bereits.

Schauen wir uns einmal selber an. Leben wir nicht beharrlich gegen das unter uns erschienene Leben? Können wir so weitermachen wie bisher? Vielleicht hat die 2020 angebrochene Coronapandemie ja schon das in uns bewegt, was Weihnachten uns sagen will:

Wir sind eingeladen, uns auf die Wirklichkeit des Lichtes und des Lebens einzulassen. Wir sind Zeugen geworden, die in der Gemeinschaft mit anderen Zeugen die Freude des Glaubens erfahren haben. Wer das Leben selbst geschmeckt, geschaut, betastet hat, der wird die Botschaft des Lebens annehmen und glauben. Nicht begreifen, sondern ergreifen. Es gilt, wieder HEUTE leben zu können, denn das Leben ist erschienen.

Lied: EG 147       Wachet auf, ruft uns die Stimme

3 Gloria sei dir gesungen / mit Menschen- und mit Engelszungen, / mit Harfen und mit Zimbeln schön. / Von zwölf Perlen sind die Tore / an deiner Stadt; wir stehn im Chore / der Engel hoch um deinen Thron. / Kein Aug hat je gespürt, / kein Ohr hat je gehört / solche Freude. / Des jauchzen wir und singen dir / das Halleluja für und für.

Segen:      

Möge Gott dir immer gewähren: Sonnenstrahlen, die dich erwärmen, Mondlicht, das dich verzaubert, einen Engel, der dich vor Schaden bewahrt, Lachen, das dich erfreut, treue Freunde, die in deiner Nähe sind, und wann immer du betest, dass der Himmel dich erhört.         Amen

Kommen Sie behütet in das neue Jahr.                                                                Gerda Pahl


Sie finden alle früheren Andachten im "Archiv der Andachten" zum Nachlesen!


 

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