Ev.- Luth. Matthias-Claudius-Kirchengemeinde Kiel-Suchsdorf

Erntedank


Dankbarkeit wallt in mir auf. Etwas ist mir gegeben worden, ist mir geschenkt worden. Etwas, womit ich nicht gerechnet hatte. Habe ich etwas getan, um es mir zu verdienen? Ich habe es bekommen, einfach so, weil der Geber mir Gutes tun will, weil er mich beschenken will. Das allein ist der Grund für das Geschenk: nicht, dass ich etwas bezahlt hätte; nicht, dass ich etwas Großes getan hätte. Ich werde geliebt, das allein reicht ihm aus, um mich zu beschenken.

Ich bin dankbar. Es ist schön, geliebt zu werden. Ich fühle mich wertvoll, weil ich dem Schenkenden etwas wert bin. Ich denke, dass ich von so viel auch etwas weitergeben kann – wenn ich so glücklich werde durch das Geliebtwerden, möchte ich davon abgeben, ich möchte es teilen. Das schöne Gefühl soll nicht aufhören, darum will ich es weitergeben und vermehren.

Danke. Ich danke dir, der du mich so beschenkst. Ich musste nichts dafür tun. Du erwartest auch kein Gegengeschenk. Ich brauche mich nicht in deiner Schuld zu fühlen, denn du hast aus Liebe gegeben, nicht aus Berechnung.

Ich kann danken, denn ich fühle mich reich beschenkt. Wenn ich die Größe und Güte deiner Gabe mal nicht erkennen konnte, hast du mir Menschen dazu geschenkt. Menschen, die für mich und mit mir da waren. Sich nicht allein fühlen müssen mit deiner Gabe ist auch ein großes Geschenk.
Mit sehr viel Dankbarkeit im Herzen grüßt Sie und Euch Pastorin Marion Hild